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  • Die Seite "Tulpensonntag 2010"  sowie "Zugausklang" wurde am Freitag, 19.2.2010 aktuallisiert.

        

        

Hier sehen Sie alle Aktiven der Kluser Pappmule im Jubiläumsjahr 2006.         Elferrat mit Prinz Hans I und Prinzessin Kathi; Fanfarencorps und Präsidentengarde

  

               
  Das Vereinsemblem der
    " Kluser Pappmule"                               
             Unser
      Vereinswappen          

Lieber Besucher unserer neuen Webseite, sollten Sie, ihre Eltern, Großeltern,Verwandte oder Bekannte ältere Fotos besitzen wären wir dankbar wenn wir diese ablichten dürften und in unsere Seiten einbauen könnten. Sie können sich melden bei: Willi Fuchs, Pappelweg 43 in 41849 Wassenberg Tel. 02432-491364 oder schreiben sie ein Mail an: kluserpappmule@gmx.de oder willi_fuchs@t-online.de

Lassen Sie sich inspirieren über die Vielfalt der Aktivitäten unseres Karnevals - vereins.Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und blättern Sie auf den verschiedenen Seiten unserer neuen Homepage.Sollte Ihnen unsere Präsentation gefallen dann schreiben Sie uns ins Gästebuch. Wir freuen uns auf Ihren Eintrag.!


 Die Vereinsgeschichte:

Haaren ist ein Dorf der Geselligkeit mit einer fröhlichen, aufgeschlossenen, kontaktfreudigen Bevölkerung, mit der es sich gut zusammenleben und feiern lässt. So empfand es auch Toni Feilzer, als er zu Beginn des Jahres 1950 in Haaren als Lehrer antrat und sich bald in diesem Grenzdorf heimisch fühlte.

Das zu dieser Zeit für die Haarener Bevölkerung Karneval fast ein Fremdwort war, kann sich heute kaum ein Haarener oder Karnevalsgast vorstellen.

Ein Beispiel mag das belegen: Es war Rosenmontag 1950. Toni Feilzer unterrichtete nachmittags von 13:00 bis 17:00 Uhr sein 1. bis 3. Schuljahr. Da ein Kölner seine Herkunft nicht leugnen kann, floss in den Unterricht etwas Kanevalsfreude ein.Wie freuten sich die Kinder, als sie nach Schulschluss alle mit bemalten Gesichtern nach Hause eilten. Unwissend hatte der junge Lehrer eine schlimme Sünde begangen, denn in Haaren war Stundengebet. Das war Tradition, und die verbot nach Meinung des Dorfpfarrers an diesem Tag jede Narretei.

Traditionsbewusst waren auch die Haarener Vereine. Hier pflegte man neben der Vereinsaufgabe auch die Geselligkeit, in die auch dieDorfgemeinschaft eingeschlossen wird. Sehr beliebt war der jährliche Theaterabend des Männergesangsverein Cäcilia. Star der damaligen Laienschauspieler war unser verstorbener Ehrenvorsitzender Josef Jörissen. Nach einem solchen Theaterabend saßen die Mitwirkenden in fröhlicher Runde im Braustüb'l der Westmark Brauerei und feierten den Erfolg. Die Wellen des Frohsinns wirkten ansteckend auf die Skatfreunde, in der auchder damalige Vorsitzend des Männergesangsvereins Gotthard Kirchner saß.Er wurde aufmerksam, bat Toni Feilzer an den Skattisch und legte mit der Frage: "Herr Lehrer, wollen wir zwei einen Karnevalsverein gründen?", den Grundstein zu unserer Gesellschaft.
                                                                                   
So begann bald das Planen. Originale wurden gesucht, die Freude und Frohsinn vermitteln können. Gesetzte Herren mussten her, die den närrischen Rat verkörpern sollten. So trafen sich eine Reihe interessierter Männer im Braustüb'l. Gotthard Kirchner leitete die Versammlung. Er erläuterte seine und Toni Feilzers Vorstellugen und fand ungeteilte  Zustimmung.    
                                                                    
 Als erster Präsident wurde Gotthard Kirchner gekürt.                                           

Die Vorbereitung für die erste Sitzung der Session 1951/52 konnte beginnen. Büttenredner, Krätzchenssänger, Elferratsmitglieder stanen bereit. Es fehlte nur noch der Name für den Haarener Karnevalsverein.  "Ich liebe mir en heiteren Mann am meisten unter meinen Gästen.
Wer sich selbst zum Besten haben kann, der ist gewiss nicht von den Besten"   
                            
Dieses Goethezitat führte uns auf den richtigen Weg. Bezugnehmend auf die "Alte Klus" nannte man die Haarener im Heinsberger Land kurz "Kluser". In vielen Häusern der "Kluser" gab es morgens oder auch abends eine einfache Milchspeise, die "Kluser Papp". Spöttisch nannte man deshalb die Haarener "Kluser Pappmule". Der Name war gefunden. Der Spottname "Kluser Pappmule" wurde ein Markenzeichen für den Haarener Karneval.

Noch heute wird beim inzwischen zur Tradition gewordenen Sessionsausklang des Fanfarencorps am Veilchendienstag "Kluser Papp" angeboten.

Die erste Sitzung stand. Das Bühnenbild, ein Narrenschiff, begeisterte die Aktiven und di Sitzungsbesucher. Der Elferrat mit Narrenmütze, schwarzem Anzug, mit roter Schärpe und weißer Blume war eingezogen und hatte Platz genommen. Neben dem Präsidenten saß Nelli Plum, unsere Marketenderin. Präsident Gotthard Kirchner hatte die Gäste begrüßt und wollte mit einem dreifach kräftigen "Pappmul Alaaf" die Begrüßung schließen. Sein Ruf "Dem Haarener Karneval ein dreifach kräftiges Pappmul...." aber blieb unbeantwortet. Im Saal blieb es ruhig. Nur Nelli, die Marketenderin, rief da sie ja auf einem Schiff Platz gefunden hatte: "AHOI".                Auf das zweite "Pappmul" schallte es aus dem Saal zurück. "AHOI" Beim dritten Ruf des Präsidenten"Pappmul..." erklangdas "AHOI" schon in der heutigen Lautstärke. Ein neuer Schlachtruf war geboren: "Pappmul Ahoi"

Erstaunlichschnell hatte sich der Elferrat gefunden, unter ihnen "Lieresch Dei" (Theo Schreinemachers). In den Vorgesprächen stellte sich auch die Frage nach Prinz und Zepter. Auf einen Prinzen wollte man verzichten, was man übrigens bis zum 50-jährigen Bestehen des Vereins einhielt. Damit war die Frage nach dem Zepter wohl  auch geklärt. Der Präsident abe meinte: "Zur Kluser Papp gehört wohl ein großer Papplaepel".                                                                                                          Nun war es n den Anfängen des Haarener Karnevals nicht leicht, sich zu den "Kluser Pappmule" zu bekennen, da der damalige Pfarrer über diese Vereinsgründung nicht gerade erfreut war. Vielleicht war das der Grund, dass "Lieresch Dei" nach der ersten Sitzng aus der närrischen Regierung ausschied. Seine Suppenkelle, den "Papplaepel" aber spendete er als Lösegeld den Kluser Narren. Er dient heute schon mehr als fünfzig Jahre bei allen Sitzungen und allen offiziellen Auftritten der Pappmule dem Präsidenten als Zeichen seines Amtes. Dass die Löffelschale bei allen Auftritten den nötigen Glanz ausstrahlt, ist Aufgabe der jeweiligen Präsidentengattin.

In der Session 1952/53 überraschte Toni Feilzer seinen Präsidenten Gotthard Kirchner un seinen SangesfreundJoef Jörissen mit dem Ebtwurf zu einem Vereinslied. In Variation des "Klingwalzers" hatte er einen Text geschrieben. Die Textidee und vor allem der Refrain fanden neben der eingehenden Melodie uneteilten Beifall. Die zweite Strophe seines Entwurfes wurde gemeinsam überarbeitet und eine dritte Strophe hinzugedichtet.                                                                                                      Das "PappmuleLied" war geboren und wurde auf der ersten Gala-Sitzung 1953 uraufgeführt. Seit mehr als fünfzig Jahren erklingt dieser schöne Schunkelwalzer bei jeder offiziellen Veranstaltung der Kluser Pappmule.    

Im Jahr 1956 reifte der Plan, ein Fanfarencorps zu gründen. "Kniene Mane Nöll"  (Arnold Krings) wurde der erste Kommandant. Für die notwendigen Fanfaren wurden Stifter gesucht und gefunden."Küke Matthes"(Mathias Görtz) versprach die ersten Fanfare und dr Präsident stand ihm nicht nach. Die Handwerker und der Elferrat spendeten die Landsknechttrommeln. Am 30. Januar 1957 zog der Elferrat, angeführt vom neuen Fanfarencorps, unter den Klängen des Fehrbeliner Reitermarsches in die Selfkanthalle ein. Bis zum heutigen Tag erfreut das Fanfarencorps bei allen Auftritten die Gäste mit ihren beliebten Potpouries. Mit Fug und Recht kann man dieses Corps als Aushängeschild der Kluser Pappmule bezeichnen.

Schon zur ersten Sitzung der Kluser Pappmule hatten sich mit Josef Jörissen, Toni Feilzer und Willi Sonntag eine Parodistengruppe gebildet. Die Übereinstimmung in Melodie und Text, sei es zu aktuellen Ereignissen im Dorf oder in der "großen Politik" blieben bis zu Auflösung im Jahre 1995 das Markenzeichen der Parodisten.               Die Sänger wechselten imLaufe der Jahre, aber die Parodistenblieben ihrem Stil treu. Sie erfreuten die Karnevalsfreunde weit über das Heinsberger Land hinaus und machten die Kluser Pappmule in Stadt und Land bekannt.                                        Zu den Parodisten gesellten sich im Laufe der Jahre zahlreiche engagiere Büttenredner. Im Jahre 1981 stellten zum ersten Mal einige Elferratsmitglieder ihre tänzerischen Qualitäten als Männerballett unter Beweis. Sie blieben viele Jahre ein ständiger Höhepunkt bei den Sitzungen.

Präsidentenreigen:                                                                                                 Gotthard Kirchner  von 1951 bis 1959                                                                   Toni Feilzer          von 1959 bis 1964                                                                         August Kirchner   von 1964 bis 1997                                                                       Dr. Gotthard Kirchner von 1997 bis 2008                                                             Karl-Peter (Carlo) Robioneck ab 2008

    Präsident Gotthard Kirchner
            von 1951 - 1959
          Präsident Toni Feilzer
              von 1959 - 1964
33 Jahre Präsident August Kirchner
             von 1964 - 1997
   Präsident Dr. Gotthard Kirchner
           von 1997 - 2008

Im Jahre 1959 wechselte der Papplaepel in die Hände von Toni Feilzer, der ihn bis 1964 erfolgreich durch die Sessionen schwenkte. So ganz nebenbei schrieb er die eine oder andere Büttenrede, schmissige Karnevalslieder und stand erfolgreich mit den Parodisten auf der Bühne.

Eine Sternstunde für die Kluser Pappmle war wohl die Generalversammlung im November 1964. August Kirchner stellte sich als Präsident und Geschäftsführer dem Verein zur Verfügung. Bis dahin hatte er mit viel Engagement als Büttenredner und Parodist das närrischeVolk erfreut. Wieviel Freude er damit seiner Frau Anneliese  für Jahrzehnte bereiten würde, konnte diese damals noch nicht ahnen. Dass dabei Anneliese Kirchner zur "Mutter er Kompanie" avancierte, war wohl eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Kluser Pappmule, wo fortan auch die Elferratsfrauen wichtige Rollen übernahmen.

Ein Lieblingslied unseres heutigen Ehrenpräsidenten war und ist: "Ach wär ich nur ein einzig Mal ein Prinz im Karneval....                                                                          Dieser Herzenswunsch ging zu 50-jährigen Jubiläum der Kluser Pappmule für ihn endlich in Erfüllung. Als Prinz August I. konnte man ihn zusammen mit seiner Prinzessin Anneliese im traditionellen Tulpensonntagszug bewundern.                       Im Jubiläumsjahr 2006 zum 55-jährigen folgte im  Ehrenvorsitzender Hans Peters als Prinz Hans I. mit Prinzessin Kathi.

Eine Besonderheit des Haarener Karnevalszuges ist, dass neben Kamelle, Schokolade und sonstige Süßigkeiten, 11.111 Portionen Eis unter das närrische Volk gebracht werden. Aufgrund dieser Tatsache spricht man gelegentlich vom "Eiszug", und dies ist einmalig in der Region,vielleicht auch in Deutschland. 

Jahr für Jahr steigerte August Kirchner die Qualität und das Angebot an karnevalistischen Veranstaltungen. Neben dem Sitzungskarneval und den Kostümbällen wude der Wunsch wach, im Straßenkarneval das ganze Dorf einzube-   ziehen. Nachdem es gelungen war, die Fußgruppen am Karnevalszug zu beteiligen (Nachbarschaften, Vereine, Kegelklubs..) und der Zug in inzwischen mehr als 60 Ein-  heiten (mittlerweile finden im mehr auswärtige Karnevaljecken Spaß an unserem Zug) erreicht hatt, fehlte noch eine zündende Idee, den Altweiberdonnerstag attaktiver zu gestalten.                                                                                                             Die Fertigstellung der Kreissparkasse 1986/87 nahm man sich nicht nur als Motto im Sessionsorden auf:"Wir han en Sparkass on een Bank,jetzt köne wir fiere Gott sei Dank" sondern man nahm die Einladung der Kreissparkasse zu einem Umtrunk gerne an. Der Elferrat lud sich bei dieser Gelegenheit auch bei der Volksbank, die ja ebenfalls auf dem Orden vermerkt war, selber ein. Seither werden regelmäßig am Altweibertag die "Banken" "gestürmt", die Angestellten zum Marktplatz entführt, um dort gemeinsam mit zahlreichen bunt kostümierten Gästen und Gruppen kräftig Altweiber zu feiern.Wie sehr das Altweibertreffen angenommen wurde,zeigt seit Jahren beim abschließenden Ball in der Selfkanthalle. Zu vermerken sei noch das der Eintritt zum Altweiberball und zum Zugausklang "frei" ist.                                                   Zu dieser "Selfkanthalle" sei hier noch erwähnt,dass sie auf Betreiben von August Kirchner unter der Beteilligung vieler freiwilliger Helfer aus der Gemeinde und den Vereinen 1991 in Eigenleistung wieder neu erstellt wurde.

Dass die Kinder nicht zu kurz kommen sollten, war für August Kirchner und seinen Elferrat eine Selbstverständlichkeit. So zieht man bis heute am Altweiberdonnerstag mit dem Fanfarencorps und der inzwischen gegründeten 1. Haarener Präsidentengarde in den Kindergarten am Marktplatz ein, um dort ein wenig Frohsinn zu verbreiten und das Interesse der Kinder am Brauchtum Karneval zu wecken. Eine Portion Eis für die Kinder ist natürlich selbstverständlich mit dabei.                                                       Die Veranstaltung auf dem Marktplatz wird von der Jugendabteilung des FC Concordia Haaren organisiert und durchgeführt. Sie stellt seid vielen Jahren das Kinderprinzen -paar und selbstverständlich bietet bei der Kinderprinzenproklamation und auf der Kindersitzung das Fanfarencorps und die Präsidentengarde ihr karnevalistisches Programm dar.

Während der Präsidentschaft von August Kirchner reifte die Entscheidung, in Haaren ein Pappmule Denkmal zu errichten. Unter großen Engagement von Anneliese Kirchner wurden Spenden gesammelt und eine geeignete Künstlerin gefunden, Handwerker zum Errichten des Denkmals gesucht und gefunden und ein von vielen Menschen beachtetes, schönes Denkmal  in der Nähe von Kirche, Sudhaus und dem berühmten Braustüb'l errichtet.

33 Jahre Präsident der Kluser Pappmule nahm August Kirchner zum Anlass, den Papplaepel weiterzureichen, und zwar an seinem Sohn Dr.Gotthard Kirchner. Zu diesem Ereignis hatten sich die ehemaligen Mannschaftskollegen der Fußballmannschaft des neuen Präsidenten etwas besonderes einfallen lassen. Sie gründeten die 1. Haarener Präsidentengarde und boten auf Sitzungen einen zackigen Gardetanz nach Kölner Vorbild und Tradition. Der große Beifall und die Bitte des neuen Präsidenten, weiterzumachen, überzeugte die Garde. So wurde sie ein fester Bestandteil des Karnevalsvereins. Seither begleitet sie "ihren" Präsidenten zu jeder Veranstaltung und bietet den Gästen ihre Gardetänze mit großem Erfolg dar. Zu ihrem Wachlokal erkoren sie, wie könnte es anders sein das "Westmark Stüb'l (ehemals Braustüb'l)

In der Session 2008/09 übernahm Carlo Robioneck das Amt des Präsidenten der "Kluser Pappmule" aus Haaren.

Allen Karnevalsfreunden und Leser unserer Webseite ein dreifach kräftiges

                                         "PAPPMUL AHOI"